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Bericht zum 3. Chelsea-Cup vom 6.9.2003 in Rüti ZH
Wieder einmal hiess es führ die Spieler des FC Basel Fan-Club St.
Jakob früh aufzustehen, damit man pünktlich im Zürcher Oberland
ankommen möge. Zwei Schlaumeier hatten aber dafür gesorgt, dass
wenigstens sie ein bisschen länger schlafen durften: Phippe genoss
bereits den Freitagabend in Zürich und der Schreiberling hat ja
bekanntlich im April dort Quartier bezogen.
So traf man sich um 8.30 vor der Sporthalle Grossriet in Rüti.
Mit von der Partie waren: Oli Hubschmid, Thomas Stalder, Phippe
Lüthi, Martin Stich, Michi Feyfar, Rolfcb Obrist und Adrian Brunner.
FC Basel Fanclub Innerschweiz – St. Jakob 0:3
Das Turnier startete sehr gut für uns. Voller Energie geladen und
hoch konzentriert standen wir pünktlich auf dem Feld und ersehnten
in grosser Erwartung unseren ersten Gegner herbei. Leider blieb
dieser abwesend, so dass wir das erste Spiel 3:0 forfait gewannen.
So konnte es doch weiter gehen, oder?
Chelsea Supporters Switzerland – St. Jakob 0:1
Die Konzentration konnten wir zum Glück bis zum zweiten Spiel (dem
ersten richtigen) konservieren. Aus einer hervorragend kontrollierten
Defensive heraus, versuchten wir dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken.
Zweimal drückte Michi ab, einmal Phippe, doch das Tor wollte uns
noch nicht gelingen. Erst Rolfcb buchte nach einer feinen Einzelleistung
eine „Sauchischte“ zum eher ungefährdeten 1:0 Sieg.
St. Jakob – Servette Fanclub Deutschschweiz 1:0
Auch über dieses Spiel hatten wir grösstenteils die Kontrolle. Wir
konnten uns diverse Chancen erarbeiten, doch blieb uns der Torjubel
vorerst verwehrt. Gegen Ende der Partie kam dann der Gegner immer
besser ins Spiel und begann unsere Abwehr zu testen. Aber mit dem
linken Pfosten hatten wir einen starken Verbündeten, als ihn ein
Gegner per Kopfball traf. Im direkten Gegenzug gelang dann Michi
mit einem satten Weitschuss zwei Minuten vor Schluss das erlösende
1:0. Servette versuchte in der Folge auszugleichen und kam dabei
nochmals zu guten Chancen. Kurz vor Schluss kamen aber auch wir
noch zu einer guten Konterchance, doch Staldi’s Kopfball zischte
ganz knapp am Tor vorbei.
St. Jakob – Chelsea Fanclub Zürich 1:0
Auch in diesem Spiel vertrauten wir auf unsere starke Defensive.
Wir überliessen Chelsea das Spieldiktat und mussten ihnen einige
gute und zum Teil auch gefährliche Chancen zugestehen. Doch kurz
vor Schluss stach Rolfcb ein weiteres Mal tödlich zu: Mit unserem
dritten herrlichen Tor an diesem Turnier (seinem zweiten persönlichen)
sicherte er uns drei weitere Punkte.
Und so lagen wir plötzlich auf Halbfinalkurs. Aus den letzten
beiden Spielen brauchten wir lediglich einen Sieg für die definitive
Qualifikation.
St. Jakob – Sanzibar United FC 0:0
Der Manchester United Fanclub hatte einige bullige Spieler in seinen
Reihen und spielte gegen uns enorm stark auf. Aber auch wir zeigten
ein gutes Spiel und boten der etwas groben Gangart paroli. Für den
Zuschauer mag dieses Spiel wohl eher langweilig gewesen sein, denn
wirkliche Torchancen konnte sich keine Mannschaft erarbeiten. Zu
gut standen die Verteidigungen und wir wollten selber nicht allzu
viel riskieren. So endete dieses Spiel Unentschieden und unsere
Verteidigung blieb nach wie vor unüberwunden.
FC Basel Fanclub Bebbi – St. Jakob 0:0
In diesem Spiel ging es im warsten Sinn vom Wort um alles oder nichts.
Uns reichte ein Unentschieden, um ins Halbfinale zu kommen, Bebbi,
welche kurzfristig für den abwesenden Fanclub aus Wolfsburg eingesprungen
war, benötigte einen Sieg. Es war ein sehr intensives Spiel, in
welchem sich keiner etwas schenkte. Wir konzentrierten uns vor allem
auf unsere heute so starke Defensive, während Bebbi natürlich das
Spiel machen musste. Doch dies wussten wir gut zu verhindern, so
dass es beim schlussendlich gerechten 0:0 blieb.
Unschön und vor allem unfair war in diesem intensiv geführten Kampf
lediglich das Verhalten eines Bebbi, der nach dem Spiel wegen eines
(un)absichtlichen? Ellbogens auf unseren Rolf los wollte. Doch eine
Aussprache zwischen den „verfeindeten“ Parteien brachte die Gemüter
dann wieder etwas zum Abkühlen.
Im ganzen Trubel ging unsere Halbfinalqualifikation beinahe etwas
unter. Sechs Spiele, 4 Siege, 2 Unentschieden und 6:0 Tore, das
konnte sich doch mehr als nur einfach sehen lassen. Und natürlich
wollten wir jetzt mehr.
Halbfinal
St. Jakob – FC Wil Fanclique Black Bears 0:0, 4:3 n.P.
Wir hatten uns viel vorgenommen, doch unsere Kraftreserven waren
nach den harten Spielen gegen Sanzibar und Bebbi beinahe aufgebraucht.
So verwunderte es wohl kaum jemanden, dass wir einmal mehr auf unsere
Defensive bauten und unser Glück in Kontern suchten. Aber der Siegtreffer
wollte uns nicht gelingen. So musste ein Penaltyschiessen über die
Teilnahme am Final entscheiden:
Wil trifft 0:1
Staldi trifft 1:1
Wil trifft 1:2
Michi trifft 2:2
Wil trifft 2:3
Rolfcb trifft 3:3
Wil trifft den Pfosten 3:3
Oli haut die Kugel neben das Tor 3:3
Oli hält den Penalty 3:3
Phippe schiesst uns ins Glück 4:3
Wir waren im Final. Wer hätte das noch am Morgen gedacht. Sensationel!!!
Und immer noch kein Tor aus dem Spiel heraus kassiert. Hervorragend!!!
So ging es nun also um die berühmte Wurst.
Final
Sanzibar United FC – St. Jakob 3:0
Um es einmal vorwegzunehmen: Unsere Kraftreserven waren nun definitiv
aufgebraucht. Trotzdem gaben wir noch einmal alles, doch das sollte
letztlich nur für die berühmte goldene Ananas reichen. Durch drei
blöde Abwehrfehler kassierten wir die ersten Gegentreffer in diesem
Turnier.
Damit hatten wir zwar das Finale verloren, aber eigentlich könnte
man auch sagen, wir haben an diesem Turnier dank einer geschlossenen
und konzentrierten Mannschaftsleistung den zweiten Rang gewonnen.
Dieser zweite Rang war sicher mehr, als das was unser Sportchef
Oli sich vor dem Turnier wohl als Ziel gesetzt hatte.
A propos Sportchef: Im Spiel gegen Bebbi verletzte er sich. Doch
gemerkt hatte er es erst, als er im Penaltykrimi gegen Wil den entscheidenden
Elfer gehalten hatte. Danach spielte er trotz starken Schmerzen
auch noch den Final durch. Nach dem Turnier ging es dann schnell
nach Basel zurück und dort zum Notfalldienst, wo sich der Verdacht
auf Rippenbruch zum Glück nicht bestätigte. Dafür wurde aber eine
starke Prellung diagnostiziert, welche unser Torhüter sicherlich
eine geraume Zeit spüren wird. An dieser Stelle wünsche ich Oli
gute Besserung, und ich möchte dem ganzen Team meinen Dank aussprechen,
dass wir zusammen ein so tolles und erfolgreiches Turnier erleben
durften.
Adrian Brunner
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